Betäubung vor dem Schächten im Libanon, Juni 2007

tote kuh

Die tote Kuh ist eines der vielen Tausend vierbeinigen Kriegsopfer.

Ein durch Bomben zerstörter Kuhstall

 

Nach dem heftigen Krieg, der im Sommer 2006 im Libanon tobte, hat sich die Situation soweit beruhigt, dass die Schlachthöfe wieder regelmässig besucht werden können um die Betäubungsapparate, die vielen Tausend Rindern unbeschreibliche Todesqualen ersparen, zu warten, zu reparieren oder auszutauschen und um Munition für die Funktion der Geräte abzugeben oder Kontrollen bei den Schlachtungen durchzuführen um die korrekte Anwendung der Betäubungsapparate zu prüfen. Obschon die Lage noch nicht so stabil ist wie wir es wünschten, sind wir doch froh, dass Frau Dr. Jaouhari und Herr Nadiem Jouhari wieder alle Schlachtbetriebe ohne Gefährdung ihres Lebens betreuen können.

Aber kaum ist eine Sorge vom Tisch, kündigt sich die nächste an! Von der Firma Schermer, Hersteller der Betäubungsapparate erhielten wir die Nachricht, (siehe beiliegender Brief) dass die Firma RUAG die Fertigung der bisherigen Munition (Kartuschen) für die Funktion der Betäubungsgeräte, die im ganzen Libanon im Einsatz sind, eingestellt hat. Deshalb war Schermer gezwungen ein neues Betäubungsapparatesystem zu entwickeln, das mit anderer Munition (Kartuschen) betrieben werden muss.

Damit wir nun die bestehenden Betäubungsgeräte, die dank den regelmässigen Wartungen noch in gutem Zustand sind, noch einige Jahre benützen können, mussten wir einen grossen Bestand an alter Munition (Kar-tuschen) kaufen, solange es noch Vorrat hat. Da aber der Munitionsvorrat in absehbarer Zeit aufgebraucht ist, kann die alte Generation Betäubungsgeräte leider nicht mehr verwendet werden. Deshalb sind wir gezwungen schrittweise kleinere Mengen der neuen Generation Betäubungsapparate inkl. neue Munition zu kaufen. Die Situation, dass wir grosse Mengen alte Munition kaufen mussten und gleichzeitig neue Geräte mit neuer Munition, strapaziert natürlich unser Libanon-Budget extrem. Durch die bedauerliche Entwicklung sind für uns dieses Jahr Kosten in der Höhe von CHF 38'755.- entstanden, ohne die monatlichen Ausgaben für die Aufrechterhaltung des Betäubungsprojekts. Vor dem Hintergrund des finanziell belastenden Zustandes bitten wir Sie herzlich um Unterstützung, damit die vielen Tausend Schlachttiere im Libanon auch in Zukunft vor dem grausamen Schächten betäubt werden können. Jedes Lebewesen hat mindestens das Recht auf ein schmerzfreies Sterben. 

Herzlichen Dank und freundliche Grüsse   
Dora Hardegger
Dora Hardegger

   
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- Gutachten von Islamischen   Religionsführern, die die Betäubung vor dem Schächten befürworten -
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Schriftliche Gutachten zur Betäubung vor dem Schächten

 

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