Betäubung vor dem Schächten
und Tierschutz im Libanon, November 2025
Wenn Menschen bei einem Attentat die Kehle durchgeschnitten wird, wird dies als grausames, brutales Verbrechen bezeichnet. Wenn aber Tieren die Kehle bei vollem Bewusstsein durchgeschnitten wird, und sie unter Todesqualen ausbluten müssen, protestieren ausser Tierschützer und Tierfreunde niemand gegen diese grausame, schmerzvolle Schlachtpraxis. Bei der Schlachtpraxis ohne vorherige Betäubung leiden Tiere unvorstellbare Todesqualen. Der Todeskampf kann 10 Minuten oder länger dauern! Um jährlich 20‘000 bis 22‘000 Tieren (vorwiegend Rinder aber auch Schweine) solche Todesqualen zu ersparen, werden sie mit den weltbesten Betäubungsapparaten von der Firma Schermer (DE) fachkundig und effektiv betäubt, so dass sie vom ganzen Schlachtprozedere nichts wahrnehmen. Unser bewährter Betäubungsexperte Herr Jaouhari betreut, organisiert und fördert unser so wichtiges Betäubungsprojekt seit 28 Jahren mit höchster Professionalität und Einsatz. Er prüft und unterrichtet die Metzger bei der Anwendung der Betäubungsgeräte. Er repariert und wartet die Betäubungsapparate und verteilt Kartuschen (Munition) für die Funktion der Geräte. Frau Dr. Jaouhari nimmt sich der wachsenden Anzahl von ausgesetzten Haustieren an, sowie auch den Strassentieren. Sie holt so viele Tiere wie möglich von den Strassen weg, in die Obhut von Animal Life, damit sie in Sicherheit sind. Nach und nach wird jedes Tier untersucht. Krankheiten und Verletzungen werden behandelt und geheilt. Nach Genesung, und wenn die Tiere wieder fit sind, werden sie kastriert, um Nachkommen zu verhindern. Erneut danken wir Familie Jaouhari ganz herzlich für ihren grossartigen, mutigen Einsatz zum Schutz und zum Wohl von zehntausenden Schlachttieren, die schmerzfrei sterben dürfen, sowie auch von vielen Strassen– und (ausgesetzten) Haustieren, die in der Animal Life-Klinik behandelt, geheilt und kastriert werden. Wir bitten Sie herzlich um Unterstützung für unsere Tierschutzprojekte im Libanon. Mit dankbaren Grüssen, Animal Life Schweiz, -------------------------------------------------------------------------------------- |
Schächten ist eine unbeschreiblich brutale und schmerzvolle Tötungsart. Jedes der ca. 19‘000 Rinder, das vor dem Durchschneiden seiner Kehle betäubt wird, erleidet keine Todesqualen.
Es stirbt schmerzfrei!
Ihre wertvollen Spenden helfen, dass wir unser Betäubungsprojekt aufrechterhalten können.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
Keine Religion, noch sonst etwas rechtfertigt Tiere zu quälen!
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Animal Life Schweiz
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Dora Hardegger
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Animal Life Libanon |
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Dr. med. vet. Rosemarie Jaouhari Leiterin von Animal Life Libanon |
Nadiem Jaouhari betreut das Betäubungsprojekt im Libanon |
Arbeitsbericht Animal Life Libanon |
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Der Libanon erlebt eine tiefgreifende Wirtschaftskrise, ausgelöst durch die Staatsverschuldung, den Verfall der Währung, die Bankenkrise und die Folgen der Hafenexplosion in Beirut.Die Wirtschaft ist drastisch geschrumpft und die Armut hat sich in den letzten Jahren mehr als verdreifacht, wovon mehr als 80% der Bevölkerung betroffen sind. Hauptsächlich die israelische Bombardierung Ende vergangenen Jahres hatte verheerende Folgen: 1Million Menschen wurden aus Südlibanon vertrieben und es gab mehr als 4000 Tote. Die jetzige Regierung konzentriert sich nun, nach dem Krieg im vergangenen Jahr , auf den Wiederaufbau und die humanitäre Hilfe für Vertriebene. Seit Beginn dieses Jahres zeigt die libanesische Wirtschaft nach Jahren einer schweren Rezession und nahezu vollständigen Lähmung erste Anzeichen einer Erholung. Hoffen wir, dass sich die Sicherheitslage im Libanon weiter stabilisiert.
Wir versuchen unter diesen Bedingungen unseren Aufgaben gerecht zu werden - d.h. regelmässige Visiten bei den Metzgern und Kontrolle der Durchführung der Schlachtungen. Ausserdem kümmern wir uns um die wachsende Zahl von Strassentieren und ausgesetzten Haustieren.
In diesem Berichtszeitraum haben wir 59 Stunner kontrolliert , repariert, gereinigt und 14900 Kartuschen übergeben.
Um der ständig wachsenden Zahl von Strassentieren und ausgesetzten Haustieren zu begegnen, behandeln wir in unserer Klinik Tiere von armen Besitzern sowie Strassentiere zu Unkostenpreisen z.T. auch kostenlos und vermitteln Tiere von Besitzern weiter, wenn diese die Unkosten für ihren Hund oder Katze nicht mehr tragen können oder wenn sie den Libanon verlassen wollen.
Im Namen der Mitglieder von Animal Life Libanon möchte wir uns sehr herzlich bei der Leiterin von Animal Life Schweiz, Frau Dora Hardegger, für ihre ständige Einsatzbereitschaft und fürsorgliche, engagierte Leitung bedanken. Und ein grosses Danke geht auch an alle Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung. Ohne ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit nicht möglich. Nur mit dieser grosszügigen finanziellen Hilfe sind wir in der Lage, unserer Aufgabe nachzukommen und vielen Tieren im Libanon ihr Schicksal zu erleichtern.
Beirut, 28.10.2025
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